Sub-Ohm Dampfen

Viel Dampf gefällig?

Viele Leute lieben große, dichte Dampfwolken und ein Shisha-ähnliches Dampferlebnis. Klar, Sub-Ohm Dampfen macht Spaß, keine Frage. Allerdings empfehle ich dies eher erfahrenen Dampfern. Denn damit Sub-Ohm Dampfen auch sicher bleibt, gibt es hier ein paar Dinge zu beachten.

Die Wahl der Akkus

Ein ganz wichtiges Thema beim Sub-Ohm Dampfen ist die Wahl der Akkus. Hier ist es zwingend notwendig, auf die höchstmögliche Belastungs-Stromstärke (A) zu achten, da diese sonst entgasen können. Passiert das in einem Akkuträger, kann das durchaus nicht ungefährlich sein, da der Druck, der sich beim Entgasen aufbaut, eventuell nicht schnell genug entweichen kann. Hierbei sollte man sich auch nicht darauf verlassen, dass der Akkuträger über Entgasungslöcher oder ähnliches verfügt.

Zur Zeit unterscheidet man ganz grob 4 Arten von Akkuzellen nach der Chemie der Anode:

NCR - nickel-cobalt (NiCoMn, Panasonic NCR-Reihe)
ICR - lithium-cobalt (LiCoO2)
IMR - lithium-mangan (LiMn2O4, bei machnchen NiCoMn als Anodenmaterial, bei Samsung und Maxell dann INR)
IFR - lithium-eisen (LiFePO4)

IMR-Akkuzellen zeichnen sich (nicht nur) gegenüber den anderen Arten aus, dass sie hochstromfest sind, allerdings eine etwas geringere Kapazität besitzen und die Spannung etwas früher abfällt. Man muss auch dazu sagen, dass die Bezeichnungen inzwischen etwas verwässert sind, einige Akkus von machen Firmen einfach nur nur umgelabelt werden etc.

Oftmals sind die Ampere-Angaben auch nur auf Impulslasten reduziert, beziehen sich also oft nur auf Messungen von Sekundenbruchteilen, vor allem bei OEM-Akkus.

Trotz allem ist bei Sub-Ohm Dampfen zwingend darauf zu achten, geeignete, hochstromfeste Akkuzellen zu benutzen.

Akkuträger und Leistung

Ein anderes wichtiges Thema ist die Wahl des Akkuträgers und die verwendete Leistung. Geregelte Akkuträger bilden 2 unabhängige Stromkreise, einen für die Wicklung und einen für den Akku. Die Regelelektronik vermittelt zwiaschen beiden Stromkreisen, das Bindeglied ist hierbei die Leistung (W) – die eingestellte Leistung aus dem Wicklungs-Stromkreis besorgt sich der Akkuträger aus dem Akku-Stromkreis, in dem die Spannung kontinuierlich sinkt.

Man spricht deshalb von der Spannung unter Last, die bei vielen Akkuträgern bis auf 2.8 – 3 V abfallen kann. SInkende Spannung bedeutet allerdings wiederum, dass der Akku mehr Strom liefern muss, wobei wir wieder beim Thema hochstromfeste Akkus wären.

Aber damit nicht genug, die Regelelektronik benötigt ja für den Basisbetrieb wie Chip Display und die Spannungswandlung auch zusätzliche Energie. Man spricht deshalb von Verlust. Ein realistischer Wert wäre ein Verlust von 20% – er kann aber auch darüber oder darunter liegen.

Das bedeutet, dass bei einer eingestellten Leistung von 70 W und einem Verlust von 20% der Akku 84 W liefern müsste.

Bezieht man jetzt auch noch die Spannung unter Last mit ein, so ergibt sich folgendes Rechenbeispiel: 84 W / 2.8 V = 30 A

So lässt sich sagen, dass, wenn als Akkzellen mit 30 A verwendet werden, bei einem geregelten Akkuträger ein sicherer Betrieb über 70 W pro Akkuzelle nicht mehr gewährleistet werden kann.

Deshalb ist es auch von Bedeutung, wie viele Akkuzellen im Akkuträger verwendet werden. Für höhere Leistungen ist ein Akkuträger mit mehreren Akkuzellen zwingend erforderlich. Ob seriell oder parallel geschaltet, spielt für die Stromstärke keine Rolle.

 

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